(Platzhalter) Sr. Jude Veronica Njeri
Maria Schneider P. Herbert Gimpl
Logo der Comboni-Missionare der DSP Maggi
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien Katechist aus Afrika
Frau aus Kibremengist/Äthiopien Mädchen aus Piura/Peru
Daniel Kind aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

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Grußwort von Sr. Johann McLeod zum Festakt in Bamberg, 19.10.2003-11-29

Comboni und Frauen

Wenn Comboni von Frauen spricht, so redet er dabei nicht nur von Schwestern, sondern er meint damit die vielen Frauen, die er in die Arbeit in Afrika mit einbezog. In einer Zeit, in der die Gesellschaft und auch die Kirche ein weibliches Wesen eher als Mutter und Hausfrau betrachtete, hatte Comboni eine völlig andere Vision. Er war im Stande, über die Mentalität seiner Zeit hinaus zu gehen und konnte die Begabung der Frauen wert schätzen. Er wusste, dass ohne Frauen die Mission für Afrika scheitern würde. So äußert er auch einmal den Satz: "Eine Schwester ist mehr wert als zehn Priester." (Leider ändern sich manche Dinge nicht: Gemäß meiner Erfahrung kämpfen Frauen immer noch um die Anerkennung ihrer Begabung – sowohl in der Kirche wie auch in der Gesellschaft.)

Heute möchte ich nun ein paar Worte über die Comboni-Missionsschwestern sagen.

Comboni wollte, dass seine Schwestern heilig wären – "Frauen des Evangeliums" mit einem tiefen spirituellen Leben. Kontemplative Frauen sollten sie sein: In der Betrachtung sollten sie Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen. Dadurch sollten sie auch sich selber sehen können sowie das Gesicht derer wahrnehmen, die leiden müssen.

Comboni wollte uns als fähige Personen: kreativ, dynamisch, mutig, unabhängig und im Stande, auf den eigenen Füßen zu stehen. Niemals betrachtete er uns als eine Art von Bürgerinnen zweiter Klasse. Er wollte, dass wir genügend Raum hätten, um unsere Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu können.

Comboni wollte uns als Mütter, nicht in einem maternalistischen Sinn, sondern eben als Frauen, die Anderen Leben geben – selbst wenn das bedeutete, dass sie dabei ihr eigenes Leben dafür lassen müssten. Er benutzt so einmal das Bild: "berufen wie Lämmer zum Schlachten." Er wünschte, dass wir die mütterliche Seite Gottes aufzeigten: das mitleidende, verletzliche Gesicht Gottes, das nicht immer so aufscheint.

Comboni sah uns mit Maria und den anderen Frauen am Fuß des Kreuzes, "wo die großen Werke Gottes geboren werden und wachsen". So sollten wir fähig sein, der leidenden Menschheit beizustehen.

Daher bin ich heute stolz auf diese Frauen. Ich bin stolz darauf, zu ihnen zu gehören.

Ich bin stolz auf unsere Schwestern in Zentral-Afrika, die sich weigerten ihre Leute zu verlassen, obwohl das ihr eigenes Leben in Gefahr brachte.

Ich bin stolz auf unsere Schwestern in Nord-Uganda, die zwischen Rebellen und Regierungstruppen gefangen sind.

Ich bin stolz auf unsere Schwestern in Latein-Amerika, die bei den Ärmsten leben und mit ihnen das Leben teilen.

Ich bin stolz auf unsere Schwestern im Nahen Osten, die ein stilles Zeugnis abgeben und ihr eigenes Leben angesichts der gegenwärtigen religiösen und politischen Spannungen zu leben versuchen.

Ich bin stolz auf meine Schwestern in Europa, Deutschland mit einbezogen, und in Nord-Amerika, weil sie neue Wege suchen, wie die Werte des Evangeliums in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft gelebt werden können.

Ich bin stolz auf die jungen Schwestern unter uns, die sich gerade darauf vorbereiten, "alle ihre Liebsten" zu verlassen, um dem Traum Combonis zu folgen.

Ich bin stolz auf unsere alten Schwestern, die ihre Sendung und ihr Leben bis zum letzten Atemzug leben.

Wir alle sollten auf sie stolz sein!

Ich bin dankbar dafür, dass ich heute hier sein kann. Gerne möchte ich damit schließen, indem ich euch dafür danke, dass ihr die Comboni-Schwestern in dieser Diözese und in Deutschland willkommen geheißen habt. Dankeschön für euer Gebet, eure Freundschaft, eure Unterstützung. Unser Hiersein und unsere Mission wären ohne euch nicht möglich.

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